KUNSTHALLE

Fenètre á Toulon, 1925, Öl auf Leinwand, 33 x 40,5 cm, Privatsammlung, Courtesy Paalen-Archiv, Berlin

    Wolfgang Paalen wurde 1905 in Wien geboren, er wuchs mit seinen 4 Geschwistern unter großbürgerlichen Verhältnissen im Schlesischen Sagan auf, wo der Vater noch vor 1914 ein Schlossanwesen erworben hatte. Er kam von dort in den zwanziger Jahren nach Berlin, im Umfeld der Sezession bildete sich seine frankophilie Neigung aus, die Begeisterung für die französische Malerei, vor allem Cézanne, die ihn schließlich – mit einem kleinen Umweg über die Hans Hofmann Schule in München – in die französische Hauptstadt brachte, mit der er zeitlebens mehr als mit jeder anderen Stadt emotional verbunden blieb. Hier sieht er die Bilder Matisses, die kubistischen Bilder Braques und Picassos in der Galerie Rosenberg und Kahnweiler, und versucht nun zunächst zwischen den dominierenden Kunstströmungen, den abstrakten Puristen um Piet Mondrian und Theo van Doesburg und den Surrealisten um André Breton, ein wenig und sehr kritisch auch anknüpfend an Klee und Kandinsky, seine Sichtweise in eine neue Kunstsprache einzubinden.
 

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