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| KUNSTHALLE | |||
![]() Hamnur Trilogie, 1947, Öl auf Leinwand, 203 x 190 cm, Privatsammlung, Courtesy Paalen-Archiv, Berlin |
Während der ersten zehn
Jahre in Mexiko entstehen große hieratische Bilder, die
sicher auch ein wenig die monumental inszenierte Götter –
und Dämonenwelt der Azteken- und Mayakulturen
reflektieren, auf deren Fährte Paalen sich in Mexiko
setzte. Sie zeigen aber auch eine große Synthese aller
bisherigen Anstrengungen, diesen neuen Bildraum in eine
verbindliche Formensprache zu bringen, die vor allem das
Erhabenheitsgefühl in eine deutlich spürbare Abhängigkeit
zu seinem Urmotiv – der Todesfurcht – bringen sollte. Wir
haben zwei Bilder aus der zweiten Hälfte der vierziger
Jahre in der Ausstellung, an denen sich sehr schön zeigen
lässt, mit welchen kompositorischen Mitteln Paalen es
tatsächlich erreicht, die erscheinenden Figuren in ihrem
Raum zu plastischen Ereignissen werden zu lassen, ohne
auch nur ein Minimum von Illusionismus oder
Anthropomorpher Darstellung einzusetzen. Raum und Figur
erscheint tatsächlich nur als Produkt unseres
Gestaltsehens, bezeichnet – sehr gut zu sehen in dem
kleinen Bild von 1949 mit dem Titel Messagers – eine
ephemere, hauchdünne, schwebende Ebene zwischen Bildgrund
und Auge, und trotzdem meint man in unendlich weite,
endlose Räume entführt zu werden, gehalten von Gestalten,
die uns immer wieder zum selben Ausgangspunkt
zurückführen, die uns wie festnageln an unseren
tatsächlichen Standpunkt, an unser unausweichliches
selbst.
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